Am 10. September geht es los. Strecke ist von uns über Österreich, Gardasee nach Ancona. Dann mit der Fähre nach Igoumenitsa und dann weiter durch ganz Griechenland in die Türkei. Dort über die Dardanellen die Küste entlang bis nach Marmaris. Dort bleiben wir eine Weile und reisen dann auf dem selben weg zurück.

Endlich wieder mit Womby auf Tour. Wird sicher klasse.

Berichte folgen.

 

27.05 - 30.05.2009

27.05.2009 – 30.05.2009

Die letzten Tage der Orientaltour 2009

Auch unsere Reise geht einmal zu Ende: nach fast 2 Monaten und insgesamt gut 18.000 km empfängt uns Deutschland mit 10 Grad Kälte und Regen! Die letzten Tage sind wir quer durch Griechenland, Albanien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Kroatien gekurvt. „Gekurvt“ ist vor allem bei Albanien der richtige Ausdruck: denn Autobahnen sind hier (bis auf ein kurzes Stück um Tirana) ein Fremdwort. Die albanischen Straßen sind selbst für unseren pistenerprobten Womby eine Herausforderung und auch Andreas konnte nur ab und zu einen Blick auf die wunderschöne Landschaft Albaniens werfen: bergauf, bergab, mit unzähligen kraterähnlichen Schlaglöchern, engen Kurven (10 m gerade war schon ein Highlight) und scheinbar unendlichen vielen Lastern (vor allem Betonmischer), Bussen und Kleintransporter gespickt – so sind albanische Straßen. Doch zumindest war uns der Wettergott noch einmal gnädig und außer einigen heftigen Gewitterschauern blieben wir vom Regen noch verschont – die Temperaturen fielen allerdings, man kann fast sagen, von Kilometer zu Kilometer je näher man sich Deutschland näherte. Jetzt heißt es erst einmal Womby ausräumen und die vielen Eindrücke verarbeiten und sortieren…
Allen unseren (neidischen) treuen Lesern können wir nur empfehlen: packt eure Sachen und zieht los… es lohnt sich!

Fähre
Frachter
NationalparkGriechenland1
NationalparkGriechenland2
 AlbanischeHauptstraße ” width=
 Brücke
 Kroatien
Auspuffbruch
 Reparatur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Schaaaaaaade!!  Das Ende einer wirklich traumhaften Reise!

 

21.05. - 26.05.2009

21.05.2009 – 26.05.2009

Womby unter Schiffen…

Regenwetter und heftige Gewitter verhindern, dass wir uns Pamukale ansehen und empfangen uns in Marmaris als wir in die Marina einfahren. Norbert (wir werden von ihm auf seinem Marina-Ferrari zu unserem „Campingplatz“ geleitet), Susi und die Kairos erwarten uns schon. Womby ist ein richtiger Exot hier auf dem Marinagelände und zieht mal wieder alle Blicke auf sich. Herrlich faul verbummeln wir die nächsten 4 Tage bei Sonnenschein und über 30 Grad (aber immer heftigen Wind!), retten ein kleines Kätzchen, fahren mit dem Dolmus nach Bospurun, lernen viele nette Leute kennen und schwingen zum Abschluss auf dem Marina-Sommerfest das Tanzbein. Leider konnten wir mit der Kairos nicht auslaufen: es war ziemlich heftiger Wind und uns hatte eine monstermäßige Erkältung gepackt, die uns leider immer noch begleitet. Auf alle Fälle stellen wir fest: so ein lässiges Leben auf einen Boot wär auch nicht schlecht… Aber die Zeit vergeht viel zu schnell und so müssen auch wir uns langsam wieder auf die „Socken machen“: an der türkischen Küste entlang fahren wir nach Canakkale an der Dardanellen-Meerenge. Morgen geht’s dann mit der Fähre auf die Halbinsel Gallipoli, die die Nordwestseite der Dardanellen bildet. Mit nur 1,4 km Breite ist hier für uns der beste Weg um wieder nach Europa zu gelangen. Diese Meerenge war jahrhundertelang heiß umkämpft, da sie ja zuzusagen das Tor nach Osteuropa bildet (im ersten Weltkrieg gab es schrecklich viele Tote bei den verzweifelten Schlachten zwischen türkischen und alliierten Truppen).
Unsere weitere Reiseplanung sieht dann eine Rückreise auf dem Landweg über Griechenland, Albanien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Kroatien vor. Aber morgen heißt es noch einmal „Schiff Ahoi!“…

Marina
Kätzchen
Camp
 Bospurun
HerbyAchtGlasen” width=
 AmSteg
 AufKairos
Sommerfest
Dardanellen1
Dardanellen2

Fortsetzung folgt!

 

19.05. - 20.05.2009

19.05.2009 – 20.05.2009

Vom Feuergott zur Baumwollfestung…

Nachdem wir nun zwei Nächte am Fuße des „brennenden Berges“ in einer supergemütlichen Holzhüttenlodge (das war ein echter Glücktreffer: eigene Hütte mit Bad und WC, Familienanschluss und echte türkische Küche (HP) für umgerechnet 25 EUR – das Ganze in fantastischer Umgebung direkt am Meer – Traveller was willst du mehr!?) verbracht haben, nehmen wir Abschied von der gemütlichen Özge Pension und fahren wieder ins Landesinnere. Womby kämpft sich wieder dampfend und schnaufend die kurvenreichen Bergsträßchen hinauf, bald begegnet uns kein Touribus mehr. Plötzlich sehen wir vor uns auf der Straße etwas graues liegen: eine Tüte? ein Rabe? Eine Schildkröte? Andreas fährt vorsichtig vorbei und wir sehen einen supersüßen knuddeligen Welpen mitten auf der Straße liegen, die Hundemama liegt am Straßenrand. Jetzt heißt es natürlich Womby schnellstmöglich zum Stehen gebracht und Hund retten! Das kleine Wollknäul lässt sich unter etwas Protestquieken widerstandslos hochheben und Mama Hund ist glücklich ihren Kleinen, der ziemlichen Hunger zu haben scheint, wieder wohlbehalten bei sich zu haben. Beide ziehen sich ins Gestrüpp am Straßenrand zurück. Wir kurven weiter bergauf und bergab und erreichen endlich unser erstes Ziel: die Höhlen von Kaklik. Angeblich soll uns hier ein Pamukkale unter der Erde erwarten. Na, ja, die Touristenströme scheinen hier jedenfalls vorbei zu ziehen, was uns nachdem wir uns dem Einstieg der Höhle nähern auch nicht verwundert: es stinkt bestialisch nach faulen Eiern und je weiter man sich den Weg über einen fast schon zusammengerosteten Eisenweg bahnt, desto aggressiver wird der Geruch und es kratzt und beißt im Hals und in der Nase. Aber es ist dann doch einigermaßen beeindruckend, wenn man sieht welche Pyramide das kalziumhaltige Wasser, das in einen großen Krater läuft, im Laufe der Jahre geschaffen hat. Wir hoffen nur, dass es in Pamukkale (deutsch „Baumwollfestung“) nicht auch derart stinkt… Einige Kilometer weiter, nimmt die Dichte der Touribusse deutlich zu: wir nähern uns Pamukkale und es stinkt nicht, aber dunkle Wolken ziehen über die Berge – das verheißt nichts Gutes: eine Stunde später schüttete es aus Kübeln und wir vertagen die Besichtigung der weltberühmten Terrassen auf morgen. Zum Glück hatten wir uns gestern (der Wetterbericht hatte schon Gewitter angesagt) vorsichtshalber ein Zimmerchen in der plüschigen Venüs Pension, die unser Reiseführer und ein Ehepaar aus Vancouver, das wir unterwegs getroffen hatte, wärmstens empfohlen hatten, besorgt. Das antike Hierapolis, dessen Ruinen noch heute über den Terrassen bewundert werden können, florierte übrigens schon zu Zeiten der Römer als Kurort. Das kalziumreiche Wasser, dass diese Terrassen, Becken und Stalakiten bildet, soll eine ganzheitlich stärkende Wirkung haben. Der Touristenboom in den 80ern und 90er-Jahren wirkte sich allerdings so negativ aus, dass, nachdem die UNESCO Pamukkale auf die Weltnaturerbeliste gesetzt hatte, die Behörden hart durchgriffen. Langsam beginnt sich die Terrassenlandschaft wieder zu erholen.
Nachdem wir morgen Früh dieses Weltnaturerbe besichtigt haben, geht es wieder an die Küste nach Marmaris…

Hütte
Küche
Anlage
 Rettung
Gerettet
Kaklikhöhle1
Kaklikhöhle2
Pamukale1
Pamukkale2
Venüshotel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

 

17.05. - 18.05.2009

17.05.2009 – 18.05.2009

Auf der alten Königsstraße zum Feuergott…

Wir nehmen Abschied von der von Vulkanen geprägten Landschaft Kappadokiens, durchqueren die eintönige Steppenlandschafts Anatoliens und fahren an Konya vorbei, in das Seengebiet Westanatoliens. Abseits von den ausgetretenen Pfaden der Pauschaltouristen, verirren sich in dieses Gebiet nur Individualtouristen, wie wir, und am Wochenende türkische Ausflügler aus den nahen Städten. Die Landschaft ist gerade jetzt im Frühjahr ein einziges Blumenmeer. Auf den fruchtbaren Böden (wieder aufgrund von früherem Vulkanismus) stehen die Apfelbäume und Kirschbäume (die Türken lieben Kirschen – hier gibt es überall Kirschsaft zu kaufen) in voller Blüte und Felder mit Mohnblumen säumen unseren Weg. Wir machen Halt in Egirdir, einem kleinen ehemaligen Fischerort: in lydischer Zeit führte hier schon die Königsstraße durch den Ort als Hauptverbindung zwischen den Städten Ephesos und Babylon. Weiter geht es durch verschlafene Bergtäler; hier kann einem auch mal eine Schildkröte auf der Straße begegnen…. an die Mittelmeerküste. Aber wieder zieht es uns nicht in die von Pauschaltouristen überlaufenen Metropolen, Antalya und Kemer, sondern wir wollen dem Feuergott Hephaistos einen Besuch abstatten – nachdem wir schon einige Zeit von Vulkanen begleitet werden. So steuern wir als heutiges Ziel Olympos an. Die Einwohner von Olympos, das im 2.Jhr. v. Chr. eine bedeutende lykische Stadt war, verehrten den Feuergott Hephaistos. Diese Verehrung kam nicht von ungefähr: in der Nähe von Olympos befindet sich der geheimnisvolle Ort Chimaira, mit einer ewigen Flamme, die nicht weit weg von der Stadt aus der Erde schlägt. Hier entweicht immer noch Gas, das bei Kontakt mit der Luft zu brennen beginnt. Klar, dass wir den Berg hinaufklettern, um uns selbst davon zu überzeugen….

Vulkan2
Konya
 Egirdirsee1
 Egirdirsee2
Schildkröte
Strand
Feuer1
 Feuer2
 Olympos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

 

13.05. - 16.05.2009

13.05.2009 – 16.05.2009

Womby in Kappadokien…

Die Hethiter, die diese Mondlandschaft schon zwischen 1800 und 1200 v. Chr. besiedelten, wussten genau, warum sie sich genau diese Gegend aussuchten. Tief im Land meißelten sie Häuser und Kirchen in die schroffen Felshänge und gruben unterirdische Städte, in denen sie vor Angreifern sicher waren. Auch wir fühlen uns in die Zeit der Höhlenbewohner zurückversetzt, als wir in dem kleinen, aber unglaublich gemütlichen Hotel Pashahan unsere Höhle beziehen. Dieses kleine Hotel mitten in Göreme ist ein wahres Juwel und der Preis macht uns die Entscheidung nicht schwer, auf eisige Nächte im Zelt (in der Nacht sind hier immer noch nur 4 Grad angesagt) auf dem Campingplatz oberhalb Göremes zu verzichten. Von der Terrasse hat man einen fantastischen Blick auf das Geschehen im kleinen 3000-Seelen Dorf Göreme. Für unsere Ausflüge zu Fuß und mit Womby quer durch diese von hochaufragenden Feenkaminen und majästetischen durchlöcherten Tufffelsen geprägte Landschaft Kappadokiens ist Göreme genau der richtige Ausgangspunkt. Auch hier treffen wir wieder diese umwerfende und selbstlose Gastfreundschaft des Orients. Egal wohin wir kommen, wir werden überall herzlich willkommen geheißen. Diese einzigartige Landschaft wurde durch zwei über 3000 m hohe Vulkane geformt, die im Osten und im Westen das Landschaftsbild beherrschen. Besonders beeindruckend finden wir den 3917 m hohen Erciyes im Osten, an dessen erstarrten Lavahängen sich die über 870 000 Einwohner zählende Stadt Kayseri schmiegt. Kayseri liegt am Kreuzungspunkt von alten Handelswegen und Touristen verirren sich kaum hierher – wir fanden der Besuch hat sich deswegen umso mehr gelohnt. Dennoch, um die Landschaft Kappadokiens zu beschreiben, reichen die Worte nicht – hier heißt es einfach: Bilder sagen mehr! Neben dieser atemberaubenden Landschaft, hat Kappadokien noch eine Besonderheit zu bieten: die tanzenden Derwische. Das Ritual wurde übrigens in der dritten UNESCO-Erklärung zum immateriellen Weltkulturerbe erhoben. Wir erleben eine Sema (so wird diese Zeremonie, die einem Gottesdienst sehr ähnelt) in einer alten Karawanserei am Abend. Das Ziel der Sema ist die mystische Vereinigung mit Gott. Die Derwische sind in lange weiße Gewänder mit weiten Röcken gehüllte, die Leichentücher darstellen sollen. Die voluminösen schwarzen Umhänge symbolisieren ihre weltlichen Gräber, die konisch zulaufenden Filzhüte ihre Grabsteine. Dazu liest ein Gelehrter immer wieder Verse aus dem Koran. Eine interessante Erfahrung …
Morgen werden wir dann Richtung Küste aufbrechen …

Tal1
Tal2
Uchisar
 RoseValley1
RoseValley2
RoseValley3
UnterirdischeStadt
 Soganli
Höhlenkirche
Souvenirproduktion
Imaginationvalley1
Imaginationvalley2
Kamel
Karavanserei
Hotel Pascha Han
Erciyes
Kayseri

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

 

11.05. - 12.05.09

11.05.2009

Zum Wasserschöpfen nach Hama…

Der „Bratwurstliner“ aus Garmisch jagte uns heute durch das Barada-Tal in Richtung Damaskus. Man wundert sich immer wieder, welche Fahrzeuge aus Deutschland in Syrien landen und hier sozusagen ihren Altersruhesitz finden. Dunkle Wolken und Gewitterschauer begleiteten uns am Rande des Antilibanon entlang in Richtung Norden. Hama begrüßte uns aber wieder mit Sonnenschein und wir mogelten uns durch den Stadtverkehr der doch immerhin 280 000 Einwohner zählenden Stadt, die schon seit 7000 Jahren existiert und auch unter Epiphania bekannt ist. Die Kreuzritter kannten Hama unter La Chamel und bissen sich an ihr die Zähne aus: sie konnten die Stadt niemals erobern. Das Wahrzeichen der Stadt sind aber die seit dem 4. Jhd. benutzten Wasserräder. Einzelne Schöpfräder sind bis zu 500 Jahre alt und man könnte fast glauben, die Jahrhunderte sind in Töne umgesetzt, wenn man das Knarzen und Knarren der Wasserräder hört. Früher wurden diese benutzt, um das Flusswasser in die höher gelegenen Bewässerungskanäle zu pumpen. Morgen geht es wieder weiter zurück in die Vergangenheit – ein Pharao erwartet uns…

Hotelblick
Frühstück
LKW
Hama1
Hama2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12.05.2009

Burgen und das älteste Alphabet…

Vorbei an zahlreichen Burgen aus der Kreuzritterzeit, fahren wir durch die von Wildblumen übersäte Landschaft Nordsyriens in Richtung türkische Grenze. Wir fahren diesmal den kleinen in den Bergen gelegenen Grenzübergang bei Antakya an. Bevor wir uns aber von dem gastfreundlichen Land Syrien verabschieden, wollen wir uns die Ausgrabungen von Ugarit ansehen. Hier entdeckte ein Baur zufällig im Jahr 1928 bei Feldarbeiten den Eingang zu einer Grabkammer. Ausgrabungen legten verschiedene Gebäude und vor allem unzählige Tontafeln frei, die das älteste heute bekannte Alphabet enthielten: Ugarit war entdeckt. Seit 7000 v. Chr. siedelten hier verschiedene Völker und sogar der ägyptische Pharao Tutmosis III stationierte hier eine Garnison. Weiter ging´s durch eine mit Kiefern bewachsene Bergregion Richtung Türkei: noch einmal kamen wir in den Genuss der syrischen Gastfreundschaft: von dem Besitzer eines Straßenkaffees wurden wir spontan zu einem Kaffee eingeladen und im einige Kilometer entfernten Dorf stoppte uns ein Auto und der Besitzer lud uns zu sich nach Hause ein (was wir dann aber doch ablehnten). Fast wehmütig verabschiedeten wir uns von Syrien…aber wir kommen wieder –keine Frage!

BeimKarak
Ugarit1
 Ugarit2
 Antakya

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

 

08.05. - 10.05.09

08.05.2009

Fast hätten wir den Papst getroffen…

Heute ging es wieder Richtung Norden fast bis an die jordanisch-syrische Grenze. Eigentlich wollten wir den Großraum Amman meiden, aber irgendwie haben uns sämtliche Straßen nach Amman, das sich heute besonders herausgeputzt hatte (schließlich soll ja der Papst kommen, so waren heute alle Einfallsstraßen nach Amman nicht nur vom Militär überwacht, sondern überall wehte neben der jordanischen auch die Flagge des Vatikan) hineingeführt und eh wir uns versahen, manövrierten wir Womby mitten durch die engen Gassen von Amman Downtown. Heute am Freitag (=Sonntag!) war ziemlich viel los: so eine Art Flohmarkt war wohl in den gesamten Gasse; jedenfalls wurde alle möglichen Waren auf der Straße ausgebreitet und zum Kauf angeboten. Langsam bahnten wir uns den Weg durch das Menschen- und Warengewühl und, siehe da, plötzlich standen wir vor dem römischen Theater, einer der Hauptsehenswürdigkeiten von Amman. Aber wohin mit Womby? Die freundliche Touristenpolizei hat wohl unsere Notlage erkannt und winkt uns kurzerhand auf den Gehsteig; hier lässt es sich gut parken: direkt vor dem Eingang und unter den wachsamen Augen des Polizisten. Gemütlich schlendern wir durch das römische Theater, das einst 6000 Menschen Platz bot. Zwei kleine Museen über jordanische Lebensweise (Schmuck, Kleidung und Gebrauchsgegenstände der Beduinen) lohnen ebenfalls einen Abstecher. Den Papst haben wir leider nicht getroffen, aber einen Hauch von Rom haben wir ja gespürt…

Beflaggung
Amman
Theater1
Theater2
Bewachung
Jerash

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

09.05.2009

Tanz auf dem Vulkan…

Wir verlassen Jordanien und erreichen, nach einem wiederum problemlosen Grenzübertritt, eine „eitel große und feste Stadt“, in der einst viele Juden lebten (1 Makkabäer 5,26): Bosra. Die zum UNESCO Welterbe ernannte Stadt, wird schon in der Bibel im 2. Jh. v. Chr. erwähnt und hat ihren Beinamen „altes Damaskus“ verdient. Nicht viele Touristen verirren sich heute in die Stadt, die in der fruchtbaren Nuqra-Ebene südöstlich von Damaskus liegt (hier werden auch die Trauben für den Arak-Schnaps gewonnen). Wir starten unseren Rundgang durch die Stadt am beindruckenden römischen Theater mit seinen 15000 Sitzplätzen. Auffallend ist in Bosra, dass die Einheimischem mitten in den Ruinen aus römischer und teilweise nabatäischer Zeit wohnen: die antiken Säulen werden einfach in Hausmauern integriert, halbeingestürzte Mauern wieder aufgebaut, Dach drüber – und fertig. Unsere Reise geht aber noch weiter in die Vergangenheit zurück: wir durchqueren das Gebiet der Leja, einer wild zerklüfteten Vulkanlandschaft, die von dem bis zu 1803 hohen Gebirgsstock des Jebel Al Arab (oder auch Jebel ad Druz) mit seine Vulkankegeln überragt wird. Hier sind wir im Siedlungsgebiet der Drusen, die nach ihrer eigenen Überlieferung von den Jemeniten abstammen und in frühchristlicher Zeit aus dem Irak in dieses Gebiet einwanderten. Ihre Religion besteht übrigens aus einer Mischung aus Islam, Christentum, alten Philosophien und persischen Magismus. Sie halten bis heute ihre Religion aber geheim und sprechen nicht über ihre Riten und Glaubenslehren, so berichtet zumindest unser Reiseführer. Wir verlassen das Land der Drusen und fahren weiter nach Damaskus – hier erwartet uns das typische Chaos einer arabischen Großstadt: nach etlichen Schweißausbrüchen und entnervendem Suchen auf unserem Stadtplan (wo sind wir hier eigentlich), heißt es für uns nur noch: raus aus Damaskus. Wir flüchten uns in Barada-Tal, einem beliebten Naherholungsgebiet der Damaszener.

Wehranlage
Amphitheater
HistorischeStadt
Blick
Vulkan1
Vulkan2
Ascheberg1
Ascheberg2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10.05.2009

Aramäisch für Anfänger…

Unser heutiges Ziel war ein Besuch des Dorfes Maalula, das manche für das schönste Dorf Syriens halten. Um tatsächlich, die wie Schwalbennester in den fast senkrechten Felsen des Antilibanons klebenden Häusern sind beeindruckend. Ebenfalls im Felsen sitzt das griechisch-orthodoxe Frauenkloster Mar Taqla, das der heiligen Tekla (Taqla) geweiht ist. Eine Quelle, die in einer Höhle am Felshang über dem Kloster entspringt, soll Heilkräfte haben. Auf dem 1700 m hohen Bergkamm über dem Dorf sitzt das Kloster Mar Sarkis. Ebenfalls ein griechisch-orthodoxes Kloster, das Sergios und Bachus geweiht ist. Ein freundlicher Mönch ist begeister, dass wir aus Bayern kommen (er war schon in Traunstein) und kredenzt uns gleich den süßen Maalula-Fruchtwein, der hier von den Mönchen hergestellt wird. Die Besonderheit dieses Dorfes und dieses Kloster ist aber, dass die älteren Bewohner noch die Sprache Jesu, Aramäisch, sprechen. Wir fragen natürlich gleich bei unserem freundlichen Mönch nach und er erklärt uns dass, zum Beispiel, „gut“ auf aramäisch „kais“ heißt. Moment mal, das haben wir doch in Ägypten schon überall gehört: „kullu qais“ = alles gut! Der Mönch ist begeister: ja, die Ägypter haben im Dialekt tatsächlich das Wort aus dem Aramäischen übernommen. Zufrieden mit unseren Sprachkenntnissen und um eine Cassette mit dem Vaterunser auf Aramäisch reicher, ziehen wir weiter…

Hotel
Landschaft
Kirche
Theklakloster
Maalula
Leiter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

 

05.05. - 07.05.09

05.05.2009

Warten, warten, warten auf…

Wir hatten ja schon Sorgen, ob die Fähre heute fahren würde..aber, zum Glück, hat sich der Sandsturm vom Vortag über Nacht gelegt; ein Gewitter mit starkem Regen hatte dem Spuk am Abend ein Ende gesetzt und am Morgen hatte sich auch das Meer wieder beruhigt, so dass wir uns, wie geplant, in Richtung Hafen aufmachten. Wieder wurde uns ein hilfsbereiter Touristpolizist zur Seite gestellt, der uns souverän durch den Bürokratie-Dschungel begleitete. Nachdem auch das Problem eines fehlenden Feuerlöschers (dieser ist wohl in Ägypten Vorschrift, zumindest auf dem Hafengebiet) durch eine lächelnde Entschuldigung unserseits die ägyptische Hafenpolizei von unserer Unschuld überzeugt hatte, schleuste uns unser ägyptischer Touristpolizist in Rekordzeit (nur eine Stunde!) durch alle formalen Fangstrike. Frohgelaunt fuhren wir in Richtung Schiff – und dann hieß es warten und warten und warten – worauf eigentlich – das wussten wir nicht. Dann endlich wir wurden vom Lademeister heran gewunken und fuhren aufs Schiff – ha, Jordanien wir kommen. Doch dann wieder, warten und warten und warten – diesmal auf dem Schiff. Nach 3 Stunden endlich setzte sich unser „Kutter“ endlich in Richtung Jordanien in Bewegung: wir kamen uns vor, wie in einer Sardinenbüchse: zusammen mit ca. 2500 Gastarbeitern aus Ägypten, waren wir nicht nur die einzigen Europäer an Bord, wir bekamen auch nirgends einen Sitzplatz und mussten uns halt mit einem Bodenplatz in einer Ecke auf dem Deck zufrieden geben… Nach 4 Stunden Fahrt (zum Vergleich die Schnellfähre schafft die Strecke in einer Stunde) legten wir endlich in Aqaba an. Zum Glück mussten wir nicht durch die Gesundheitskontrolle, der sich aufgrund der Schweinegrippe alle anderen Passagiere unterziehen mussten – als Einreisende im Fahrzeug wurden wir glatt übersehen. Jetzt nur noch rauß aus dem Hafen (es ist mittlerweile 21.15 Uhr) und rein ins Restaurant zum goldenen M – der Hunger ruft!

Fähre
Schild
BicMäc
Burger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

06.05.2009

Auf den Spuren der alten Pilgerroute nach Mekka…

In frühen islamischen Zeiten zog sich die Hauptpilgerroute nach Mekka durchs Wadi Rum, so jedenfalls lesen wir in unserem Reiseführer. Euch wird der Name „Wadi Rum“ wohl am ehesten durch den Engländer T.E. Lawrence, Lawrence von Arabien, bekannt sein. Dieser organisierte im Ersten Weltkrieg mit den Beduinentruppen den Aufstand gegen die osmanische Herrschaft und zog durch das Wadi Rum nach Aqaba. Das Wadi Rum ist eine grandiose Wüstenlandschaft mit einzigartigen Felsformationen, das wir in gut 6 Stunden erkundeten und in Mitten der Stille der Wüste übernachteten.

WadiRum1
Felszeichnung
 WadiRum2
 WadiRum3
 WadiRum4
 WadiRum5
 WadiRum6
Camp
Abend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07.05.2009

Bei den Nabatäern zum Tee…

Nachdem uns die Nabatäer schon im Wadi Rum begegnet sind (kleiner Tempel mit Wohnhaus am Eingang des Wadi Rum) wollten wir heute deren Hauptstadt, Petra, besuchen. Die beeindruckenden Gebäude und Gräber, die von den eifrigen Steinmetzen der Nabatäer in den Fels gehauen wurden, ziehen tausende von Touristen an (leider auch heute!). Um den Menschenmassen etwas zu entgehen und die umgerechnet 45 EUR zu sparen (wir hatten Petra schon im Jahr 2006 besucht), besuchten wir diesmal das etwas abseitsliegende „little“ Petra. Wir sind überrascht, kein Eintritt, sehr wenig Besucher und ebenfalls sehr beeindruckende in den Fels gehauene Gebäude: vor allem die einzige erhaltene Malerei der Nabatäer gibt es hier zu bewundern. Es loht sich wirklich, vor allem wenn man, wie wir im „Hauptpetra“ schon war. Ganz am Ende der Schlucht treffen wir einen alten Mann, der auf der Rababa spielt und dazu arabische Lieder singt – wir hören zu und trinken Tee, ohne Touristenmassen! …

WadiRumAbschied
Tempel
Tron
Malerei
AlterMann
Treppe
Esel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

 

04.05.09

04.05.2009

Ohne Worte …

Morgen geht es dann wieder nach Jordanien zurück…


Sandsturm
Blick
Gang
Füße

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!